Ausstellung "Produkte im Dialog"

 

Ein besonderes Projekt im Bereich des kulturellen Austauschs ist die Ausstellung "Produkte im Dialog", bei der ruandische und rheinland-pfälzische Designer gemeinsam ihre Arbeit präsentieren. 2018 wurde die Ausstellung erstmals in Kigali von Malu Dreyer eröffnet. Nun ist sie seit August 2019 auch in Rheinland-Pfalz zu sehen.  

„Wir wollen mit dieser Ausstellung einen aktiven Beitrag für einen Designdialog zwischen Ruanda und Rheinland-Pfalz anstoßen“, erklärte der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz bei der Eröffnung der Ausstellung „Produkte im Dialog“ auf der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz am 29. August 2019. Gezeigt werden im Landesmuseum Koblenz noch bis zum 20. August 2020 ruandische und rheinland-pfälzische Designprodukte, darunter Schmuck, Schuhe, Möbel, Lampen und Modedesigns, aber auch Fotografien, die die Künstlerinnen und Künstler aus beiden Ländern in ihrem Arbeitsumfeld zeigen. „Design ist zugleich auch eine gemeinsame Sprache“, so die Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium, Daniela Schmitt, „und diese Sprache ist in der Lage, Personen und Kulturen über Grenzen hinweg miteinander zu verbinden.“

Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland- Pfalz (GDKE) mit ihrem Kulturzentrum Festung Ehrenbreitstein und ihrem Landesmuseum Koblenz sowie mit dem Designforum Rheinland-Pfalz – descom und dem Partnerschaftsverein Rheinland-Pfalz/Ruanda e. V. „Gerade im Produktdesign geht es auch um eine kulturelle Identität, das zeigt diese Ausstellung auf ganz wunderbare Weise und genau das war auch unsere Intention“, ergänzt Thomas Metz, Generaldirektor der GDKE.

 

„Produkte im Dialog“ ist die Fortsetzung einer Ausstellungskooperation, die im September 2018 in Kigali, Ruanda, ihren Ausgangspunkt hat und seinerzeit durch die rheinlandpfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer eröffnet wurde. Die Idee war es, Design aus Ruanda im Dialog mit Design aus Rheinland-Pfalz zu präsentieren. „Es gibt eine kleine, junge, extrem gute Designszene in Ruanda, die auch international sehr aktiv ist“, erklärt Silke Philipps-Deters vom Designforum. Gemeinsam wollen die aufstrebenden Designer ein neues, ein anderes Bild ihres Landes zeigen und damit auf Ruanda aufmerksam machen.

 

In Kigali ist „Produkte im Dialog“ sehr erfolgreich aufgenommen worden und wird seitdem im Rwanda Art Museum in Kigali ausgestellt. „Wir zeigen in Koblenz die gleichen Produkte und Motive, allerdings in einem etwas anderen Ausstellungskonzept, da wir hier ganz andere Räumlichkeiten zur Verfügung haben“, so Philipps-Deters. In Nachgang zur Ausstellung in Kigali kam es zu einer Zusammenarbeit mit einem Jury-Mitglied des Designforums. Julia Kahl ist Herausgeberin des englischsprachigen Design-Magazins „Slanted“ und hat über die Kreativszene in Ruanda eine eigene Sonderausgabe herausgegeben.

 

Bei der Ausstellungseröffnung in Koblenz tauschten sich in einer lockeren Gesprächsatmosphäre mitwirkende Designerinnen und Designer mit der Verlegerin Julia Kahl, mit Michael Nieden vom Partnerschaftsverein Rheinland-Pfalz/Ruanda und mit Silke Philipps-Deters vom Designforum Rheinland-Pfalz aus.

 

 

Text: Pressemitteilung Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz

Bilder:© GDKE, U. Pfeuffer