Reise-Informationen

Informationen für Reisende nach Ruanda

Im Folgenden werden alle wichtigen Informationen zu Reisen nach und in Ruanda zusammengetragen.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
2. Sicherheitshinweise
3. Finanzielle Hinweise
4. Medizinische Hinweise
5. Anreise und Reisen vor Ort
6. Kommunikation
7. Unterkünfte
8. Was sollte ich mitnehmen?
9. Weitere Infos / Reiseführer

1. Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Bürgern des deutschen Staats ist die Einreise nur mittels eines Reisepasses möglich, welches über der Reise hinaus noch 6 Monate gültig sein muss. Der Personalausweis genügt nicht. Seit dem 1. November 2014 besteht in Ruanda auch für Deutsche eine Visumpflicht. Ein Visum erhalten Sie bei der Einreise vor Ort, online oder bei der Ruandischen Botschaft in Berlin.

 Die Preise (Stand 09.2019):

Holiday Single-Entry (30 Tage) für 50 US $, ca. 45€

Holiday Multiple-Entry (90 Tage) für 70 US $, ca. 63€

EAC Visa (90 Tage) für 100 US $, ca. 90€

Für Gruppen von 4-10 Personen gibt es ein Gruppen-Visum, welches in der Ruandischen Botschaft beantragt werden kann und für 90 Tage gilt. Es kostet 135€ zzgl. Portogebühren und ist somit günstiger als ein Visum pro Gruppenmitglied zu beantragen. Außerdem geht die Einreise dann schneller. Jedoch müssen Sie darauf achten, die Visa rechtzeitig zu beantragen.

 

Mehr Informationen zu Visa-Bestimmungen in Ruanda erhalten Sie auf der Seite der Ruandischen Botschaft und beim Auswärtigen Amt.

 

2. Sicherheitshinweise:

Bei Reisen in das unmittelbare Grenzgebiet zu Burundi und in die Demokratische Republik Kongo, südlich des Kivusees, wie auch bei Weiterreise in diese Länder wird zur Vorsicht geraten. Gleiches gilt für das Grenzgebiet zu Uganda im Norden des Landes. Im unmittelbaren Grenzgebiet sind grenzüberschreitende Auswirkungen von Konflikten in/mit den Nachbarländern nicht auszuschließen.

Bei Reisen in das Gebiet des Nationalparks Nyungwe-Forest und auf der Verbindungsstraße zwischen Cyangugu, früher Rusizi, und Nyamagabe, früher Gikongoro, wird um besondere Vorsicht gebeten. Am 15. Dezember 2018 wurden im Nyungwe-Wald mehrere Busse von Bewaffneten angehalten und Reisende getötet. Die Sicherheitskräfte wurden danach erheblich verstärkt und die staatliche Kontrolle in dem Gebiet wieder hergestellt. Angesichts möglicher Aktivitäten terroristischer Gruppen wird, wie in anderen Ländern der Region, auch in Ruanda zu erhöhter Vorsicht geraten. Vor allem in größeren Städten ist besondere Vorsicht und erhöhte Wachsamkeit ratsam - insbesondere an öffentlichen Orten wie etwa Märkten oder Busbahnhöfen (Auswärtiges Amt, Stand: 03.07.2019).

3. Finanzielle Hinweise:

Ruandas Zahlungsmittel ist der Ruanda Franc. Er ist unterteilt in 100 Centimes, die jedoch aufgrund ihres geringen Wertes nicht mehr genutzt werden, so dass ausschließlich Geldscheine im Umlauf sind.
Der Wechselkurs liegt momentan bei 1€ ≙ 1000,00 RWF (Stand: 03.07.2019). Fremdwährungen dürfen eingeführt werden, haben aber eine Deklarationspflicht, d.h. sie müssen bei der Einreise gemeldet werden und dürfen bei der Ausreise den gemeldeten Betrag nicht übersteigen - abzüglich des umgetauschten Geldes. Die Umtausch-Belege sollten also aufbewahrt werden!
Die Umtauschmöglichkeiten vor Ort sind sehr gut und in fast allen Banken, Hotels oder Foreign-Exchange-Büros möglich. Gerade in größeren Städten, wie Kigali, ist es auch möglich in US-Dollar zu bezahlen. Wir empfehlen Euro- oder Dollarnoten mitzunehmen, da Zahlungen mit Kreditkarten nur in wenigen Hotels möglich sind.

4. Medizinische Hinweise

Bei der Einreise nach Ruanda ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung nicht zu erbringen, wenn Sie aus einem Gelbfieberfreien Land kommen. Standardimpfungen sollten vor Reiseantritt ebenfalls aktualisiert werden.

Die WHO hat im Januar 2019 einen fehlenden Impfschutz gegen Masern zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Eine Überprüfung und ggf. Ergänzung des Impfschutzes gegen Masern für Erwachsene und Kinder wird daher spätestens in der Reisevorbereitung dringend empfohlen. 

Das Malaria-Risiko ist in allen Regionen Ruandas hoch. Da die Krankheit durch Mückenstiche übertragen wird, wird ein ausreichender Mückenschutz empfohlen. D.h. konkret, dass Mückenschutzmittel an allen Stellen des Körpers aufgetragen werden, auch an Stellen, die durch Kleidung verdeckt sind. Es gibt aber auch alternative Mittel, mit denen die Kleidung vor Stichen imprägniert werden kann. Darüber hinaus wird empfohlen Moskitonetze über den Schlafplätzen aufzuhängen.
Gegen Malaria gibt es keine Impfung! Es gibt nur Malariaprophylaxe, die in Deutschland rezeptpflichtig ist. Die unterschiedlichen Medikamente können allerdings je nach Hersteller sehr teuer ausfallen und Nebenwirkungen sind nicht unüblich, wie zum Beispiel depressive Niedergeschlagenheit.
Da die Prophylaxe nicht 100 prozentige Sicherheit vor Malaria bieten kann, ist trotz Einnahme die Vorsorge durch entsprechende Mückenschutzmittel empfohlen. Nach vielen Erfahrungen vor Ort durch unsere Mitarbeiter, raten wir von der Einnahme der Prophylaxe ab, wenn sie in guter gesundheitlicher Form sind. Malaria hat ähnliche Symptome wie eine starke Grippe. Ein gesunder Mensch übersteht diese relativ problemlos. Die Nebenwirkungen treten bei den meisten Benutzern auf und der chemische Cocktail der Medikamente ist nicht unbedeutend für den Körper. Eine sorgfältige Anwendung durch Mückenschutzmittel ist ausreichend.


Schließen Sie vor Reiseantritt am besten eine Auslandsreiseversicherung ab. Diese wird von vielen Versicherungen schon für einen geringen Betrag angeboten.

5. Anreise und Reisen vor Ort

Verschiedene nationale und internationale Fluglinien bedienen den Flughafen in Kigali, der sich ca. 10 km außerhalb der Stadt befindet. Es gibt in Europa Direktverbindungen von Brüssel, Amsterdam oder Istanbul, aber auch Umsteigeverbindungen über Addis Abeba, Doha und Nairobi.
Ein Verkehrsmittel, das die meisten Ruander besonders in den Städten benutzen, ist das Sammeltaxi. Ein Kleinbus befährt verschiedene zentrale Punkte für relativ wenig Geld. Es sollte dabei aber viel Zeit eingeplant werden, denn es gibt keine genauen Abfahrtszeiten und das Taxi fährt erst los, wenn es voll beladen ist. 

  • Es gibt auch viele normale Taxis. Diese sind allerdings wesentlich teurer.
  • Eine andere Möglichkeit der Fortbewegung sind Fahrradtaxis, Mopedtaxis oder Motorradtaxis. Sie sind wesentlich schneller als die Sammeltaxis und günstiger als die handelsüblichen Taxis. Es besteht Helmpflicht, aber Achtung: die mitgeführten Helme sind meist nicht ausreichend stabil. 
  • Die Straßen sind sehr gut ausgebaut. Zwischen den Städten und wichtigen Zentren des Landes existieren komfortable Buslinien, die sehr preisgünstig sind.
  • Die Ruander selbst sind meistens auf ihren Strecken zu Fuß unterwegs, da ihnen selbst Fahrräder zu teuer sind. Sammeltaxis und andere Taxis werden nur in den Städten gerne genutzt, auf dem Land sind sie für die meisten Menschen unerschwinglich.

6. Kommunikation

Es existiert ein gut funktionierendes nationales Mobilfunknetz der Anbieter Airtel, MTN und Tigo. Da jedoch nicht alle deutschen SIM-Karten verwendbar sind, ist es ratsam eine sehr kostengünstige Karte vor Ort zu kaufen. Internetcafés sind selbst an entlegeneren Orten oftmals vorhanden. Das mobile Internet wird immer stärker ausgebaut und deckt bereits viele Gebiete gut ab.

7. Unterkünfte

Vor allem in den größeren Städten gibt es auch komfortablere Hotels. Ansonsten gibt es auch relativ günstige Gasthäuser, die auch vor Ort bequem gebucht werden können.

8. Auf Ihrer Gepäckliste sollte stehen:

  • Reisepass
  • Impfpass
  • Stechmückenschutzmittel
  • Moskitonetz (je nach Unterkunft)
  • Bauchtasche / Geldgürtel
  • Handdesinfektionsmittel
  • Lange Kleidung
  • Taschenlampe
  • Sonnencreme
  • Medikamente (Malariaprofilaxe, Tabletten gegen Reisekrankheit, Tabletten bei Durchfallerkrankungen, Aspirin, etc.)
  • Reiseführer 

9. Weitere Infos / Reiseführer

 

(Quellen: siehe Auswärtiges Amt)